Snowkiting

Wenn zum Wintersport keine Berge mehr benötigt werden!

Snowkiting Snowkiting

Wenn es um Wintersportarten geht sind viele Männer und Frauen offenbar nicht wirklich kreativ: Rund 80 Prozent der Befragten düsen laut einer Umfrage des Magazins Men´s Health im Winter auf Skiern oder dem Snowboard die Pisten herunter. Dabei könnte man noch so viel anderes ausprobieren. Gerade noch rechtzeitig für die nächsten Skiferien präsentieren wir Euch eine interessante Trendsportart, auf die wir vor kurzem gestoßen sind: Das Snowkiting.

Was ist Snowkiting?

Snowkiting ist, wie der Name schon fast erahnen lässt, eine Mischung aus Snowboarden und Kitesurfen. Es ist eine Variante des Kitesailing, welcher man im Winter meist auf freien, verschneiten Flächen nachgehen kann. Es erweitert die Bandbreite des Snowboardens und Skifahrens um ein völlig neues Erlebnis, denn die Skier und Snowboards werden nicht mehr zur Abfahrt genutzt. Meist dienen zugefrorene Seen als Austragungsort solcher Aktivitäten. Bei genügend Wind lässt man den Drachen steigen und sich von ihm über die vereiste bzw. verschneite Fläche ziehen. Dabei kann man schnell ein hohes Tempo aufnehmen, der aktuelle Geschwindigkeitsrekord liegt bei 111,2 km/h! Profis springen im Flachgebiet bis zu 10 Meter hoch und 30 Meter weit. Am Hang sind sogar durchaus weitere und höhere Sprünge möglich, hier schaffen Profis bis zu 200 Meter Weite und 30 Meter Höhe!

Was braucht man zum Snowkiting?

Für diese Trendsportart wird ein geeigneter Zugdrachen und Skier oder ein Snowboard benötigt. Beim Drachen gibt es viele verschiedene Variationen, man kann zwischen kleinen Stuntkites, eher gemütlichen Zugdrachen oder Powerkites wählen. Hier findet man viele Parallelen zum klassischen Kitesurfen. Außerdem sollte man auf ausreichend Schutzkleidung achten, also vor allem ein Schutzhelm, geeignete Handschuhe und eine Skibrille. Auch ein Wirbelsäulenschutz ist mit Sicherheit nicht Fehl am Platz und sogar zu empfehlen!

Geographisch gesehen wird natürlich ausreichend Platz benötigt. Das Gute ist, dass man nicht auf Berge oder Gletscher angewiesen ist sondern gerade im flachen Gebiet gleiten kann. Besonders zugefrorene Seen oder große Felder eignen sich zum snowkiten. Solange ausreichend Wind weht kann man abseits vom Trubel der Skipisten den Winter genießen und mega viel Spaß haben.

Woher kommt Snowkiting?

Man mag es kaum glauben, doch diesen Trend gibt es schon länger. Schon in den 1960er Jahren fing Dieter Strahlig in Deutschland und der Schweiz mit dem Fallschirm-Skifahren an. In den 1970er Jahren perfektionierte er ein Kiteskiing-System durch die Entwicklung eines Gleitschirmes, welcher mit einem Kardangelenk verbunden war. Dadurch konnte der Fahrer den Körper in jede beliebige Richtung drehen. Strasilla gilt als einer der ersten Kitesurfer. In den 1980er Jahren verbreiteten sich Variationen des heutigen Snowkitings in vielen Wintersportgebieten. Grundsätzlich steckt die Entwicklung des Snowkitens aber noch am Anfang, das Potential um ein beliebter Wintersport zu werden ist aber definitiv vorhanden!

Hier ein spektakuläres Video, schaut selbst!

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