Slackline

Balanceakt auf schmalem Grat

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Eine Strecke von 550 Metern auf einem schmalen Weg zu gehen wäre für viele Menschen schon eine Herausforderung. Dies alles in einer Höhe von knapp 50 Metern über den tobenden Wassermassen der Niagarafälle grenzt schon fast an Wahnsinn. Doch genau dies war die bisher größte Herausforderung US-amerikanischen Akrobaten Nik Valenda. Auf einem dünnen Seil überquerte er innerhalb von 25 Minuten die Niagarafälle, also die Grenze zwischen den USA und Kanada. Der Amerikaner geht einer neuen Trendsportart nach, die durch Aktionen wie diese immer bekannter und beliebter wird: Das Slacklining.

Man könnte meinen, Seiltänzer gäbe es doch schon seit geraumer Zeit. Das stimmt. Allerdings ist nun ein neuer Trend zu erkennen, das sogenannte Balancieren auf einer Slackline. Slacken (oder auch Slacklinen, Slacklining) ist eine Sportart bei der man auf einem dünnen Gurtband, welches zwischen zwei Befestigungspunkten gespannt ist, balanciert. Den Namen hat dieser Sport von diesem Gurtband, der sogenannten Slackline, was auf Englisch so viel wie Schlaffseil oder schlaffe Leine bedeutet.

Slacklining erfordert vom Sportler ein Zusammenspiel aus Balance, Konzentration und Koordination. Viele Sportler nutzen es dadurch zusätzlich zu ihren Hauptaktivitäten wie Klettern, Skifahren, Reiten und ähnlichen Sportarten, bei denen ein gutes Gleichgewicht vorausgesetzt wird.
Der Unterschied zum Balancieren auf einem Tanzseil ist der, dass die Slackline nicht stramm gespannt ist sondern sich unter der Last des Sportlers ausdehnt. Dadurch entsteht eine Dynamik, die vom Sportler ständig aktiv ausgeglichen werden muss.

Geschichte des Slacklining:

Seinen Ursprung hat Slackline im Klettersport. Es entwickelte sich Anfang der 1980er Jahre als Nebenbeschäftigung von Freikletterern im Yosemite-Nationalpark in den Vereinigten Staaten. An Ruhe- und Regentagen, an denen das Klettern nicht möglich war, suchten sie eine Beschäftigung die zusätzlich ihre Kletterfähigkeiten förderte. In Europa gilt als Pionier dieser Trendsportart der österreichische Fotograf und Extremkletterer Heinz Zak.

Arten von Slackline

Derzeit unterscheidet man zwischen drei Arten von Slackline: Lowlines/Tricklines, Longlines und Freestyle-Lines. Die verbreiteste Art sind die Lowlines, also eher niedrige und kurze Strecken. Das Seil ist etwa auf Knie- bzw- Hüfthöhe schwach gespannt. Da das Fall-Risiko gering ist, wird versucht möglichst viele Tricks und Kunststücke durchzuführen. Longlines hingegen sind längere Strecken, wie z.B. die angesprochene über den Niagarafällen. Diese Art ist besonders schwer, da sich der Sportler über einen längeren Zeitraum extrem auf sein Gleichgewicht konzentrieren muss und ein besonders ruhiger Gang erfordert wird. Beim Rodeo- bzw. Freestyle-Slackline sind die Gurte sehr schwach gespannt, sodass der Durchhang das Begehen solcher Slacklines extrem schwierig macht.
Natürlich gibt es unter den Arten noch Variationen, beispielsweise Highlines, also eine Slackline in großer Höhe, oder Waterlines, also Slacklines über Wasser. Der neuste Trend in dieser ohnehin sehr neuen Sportart sind Jumplines. Dabei werden vom Sportler Sprünge um die eigene Achse durchgeführt. Dabei das Gleichgewicht zu behalten und nicht von der Slackline herunterzufallen erfordert ein großes Können.

Dieser Sport ist unter anderem so beliebt, da nicht viel Material benötigt wird. Ein Anfängerset mit einer Slackline erhält man bereits für knapp 30€. Diese Slackline wird zwischen zwei Befestigungspunkten, beispielsweise zwei Bäumen, montiert. Es gibt Anfängervarianten mit 50mm Breite, meist wird aber ein 25mm breites Flachband verwendet. Ein weiteres Unterscheidungskriterium sind die Elastizitäten der Seile.
Mittlerweile gibt es einen Weltverband im Slackline, die sogenannte World Slackline Federation. Diese organisiert Meisterschaften und Contests, auf denen Sprünge und Tricks von Sportlern bewertet werden. Diese Wettbewerbe sind den Profis vorenthalten, viele Sportler gehen diesem Trendsport als Hobby nach und trainieren ihre Balance privat im Park oder im eigenen Garten.

Fazit zum Trendsport Slackline: Interessanter Trendsport, der anfangs sicherlich etwas schwierig ist. Hat aber reichlich Suchtpotential, da man sich als Sportler immer neue Herausforderungen setzen kann um immer besser zu werden.

Hier ein spektakuläres Video zum Thema Slackline:

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