Nahrungsergänzung durch Vitaminpillen

Schaden sie mehr als sie nutzen?

Vitaminpillen Nahrungsergänzung durch Vitaminpillen

Kalzium macht die Knochen stark, Ginkgo verbessert das Gedächtnis und bei Krämpfen sollte man zu Magnesium greifen. Dies ist allgemein bekannt, doch schaufeln einige Menschen schon bei kleinsten Beschwerden Nahrungsergänzungsmittel wie zum Beispiel Vitaminpillen in sich hinein. Diese bringen aber nicht nur Vorteile mit sich, bei vielen Vitaminpillen kann es zu Wechselwirkungen mit verschiedenen Medikamenten kommen.

Anders als bei Medikamenten muss auf der Verpackung von Nahrungsergänzungsmitteln keine Information zu Neben- oder Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln aufgeführt werden. Rechtlich zählen solche Nahrungsergänzungsmittel zu Lebensmitteln. Konzentrate von Nährstoffen, Vitaminen, Mineralien oder Ballaststoffen werden in für Lebensmittel untypischer Kapsel- oder Pulverform angeboten.

Bei gesunden Menschen werden in Deutschland kaum noch Vitaminmangelkrankheiten beobachtet. Nur in speziellen Lebensphasen wie zum Beispiel einer Schwangerschaft oder bei älteren Menschen benötigt der Körper mehr Nährstoffe. Bei einer gesunden und ausgewogenen Ernährung kann man allerdings getrost auf solche Vitaminpillen verzichten. Pauschal kann man nicht sagen, wer seine Ernährung ergänzen sollte, dies sollte immer mit dem eigenen Hausarzt abgesprochen werden. Dieser kann beispielsweise anhand eines Blutbildes prüfen, ob ein Vitamin D- oder Eisenmangel vorliegt. Übermäßig angewandte Nahrungsergänzungsmittel können schädlich sein. Wenn man zusätzlich noch andere Medikamente einnimmt, kann es zu gefährlichen Wechselwirkungen kommen.

Hier eine kurze Übersicht, welcher Nährstoff oder Pflanze in Form von Vitaminpillen in Verbindung mit anderen Medikamenten mehr schadet als nützt:

Calcium – Calcium vermindert die Aufnahme vieler Stoffe im Körper wie zum Beispiel Eisen, Fluor und verschiedener Antibiotika. Herz-Kreislauf-Medikamente können eventuell in ihrer Wirkung vermindert werden. Übermäßiger Calcium-Gebrauch kann gelegentlich zu Magen-Darm-Beschwerden führen.

Eisen – Übermäßige Einnahme von Eisen kann zu Magen-Darm-Beschwerden und Verstopfungen führen. Die Aufnahme von Eisen wird durch Getränke wie Kaffee, Tee oder Milch vermindert.

Magnesium – Zu viel Magnesium kann zu einem unangenehm weichen Stuhlgang, also nichts anderem als Durchfall, führen. Bei gleichzeitiger Einnahme von blutsenkenden Medikamenten kann es zu einem stärkeren Abfall des Blutdruckes kommen.

Vitamin C – Vitamin C oder auch Ascorbinsäure kann bei zu hoch dosierter Einnahme (über 2000 mg am Tag) zu Nierensteinen und schwerem Durchfall führen.

Zink – Bei einer hohen Dosierung kann es zu Magen-Darm-Beschwerden und Kopfschmerzen kommen. Wenn man über einen längeren Zeitraum zu viel Zink zu sich nimmt, kann es zum Kupfermangel und zu einer Beeinträchtigung des Immunsystems kommen. Zink vermindert die Wirkung bestimmter Antibiotika. Außerdem kann eine hohe Zinkmenge die Aufnahme von Eisen reduzieren.

Daher ein Tipp: Lieber ausgewogen und gesund ernähren als direkt zu Präparaten und Vitaminpillen zu greifen. 

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