Ernährungstrend Paleo

Essen wie in der Steinzeit

Paleo Diät Ernährungstrend Paleo - Zsoolt @ flickr.com

Low Carb, Dinner Cancelling, Atkins oder Trennkost – Die Auswahl an Diäten ist heutzutage schier unendlich. Und immer wieder tauchen neue Ernährungsformen auf, die beim Abnehmen helfen sollen. Dazu gehört auch die sogenannte Paleo-Diät, die zu einer der populärsten Diäten der letzten Jahre geworden ist. Diese Ernährungsweise verspricht jedoch nicht nur, bei einer Gewichtsabnahme zu helfen, sondern auch beim Halten der Ergebnisse und gleichzeitig gesund sein. Immer mehr Prominente, Sportler und auch Ärzte schwören auf den neuen Diät-Trend für ein gesünderes und schlankeres Leben. Doch was verbirgt sich tatsächlich hinter einer Paleo-Ernährung, auf was muss man achten und wie gesund ist sie wirklich?

Paleo – Ernähren wie in der Steinzeit

Die Paleo-Diät ist auch als Steinzeitdiät bekannt. Man orientiert sich an der vermutlichen Ernährung der Altsteinzeit und versucht diese zu imitieren, das heißt, man versucht nur Lebensmittel zu verzehren, die auch bereits in der Altsteinzeit schon vorhanden waren. Dazu gehören vor allem Fleisch, Fisch, Eier, Gemüse und Obst, sowie Nüsse. Industriell verarbeitete Lebensmittel aus Weißmehl oder mit Zucker sind dagegen Tabu. Auch Getreideprodukte wie Brot oder Milchprodukte gehören nicht auf den Speiseplan, da auch sie in der Steinzeit unbekannt waren. Im Gegensatz zu einer Low-Carb-Ernährung sind jedoch unbegrenzte Mengen an hochglykämischen Anteilen erlaubt, solange sie aus Quellen wie getrockneten Datteln oder Feigen stammen.
Im Grunde genommen handelt es sich gar nicht um eine Diät im herkömmlichen Sinne, denn es geht nicht darum, Kalorien zu zählen oder abzunehmen. Dies geschieht eher nebenbei – für die Meisten jedoch ein netter Nebeneffekt. Das Ziel der Paleo-Ernährung ist vor allem, gesund und fit zu bleiben.

Was soll ich essen? – Prinzipien von Paleo

Wer sich nach Paleo-Art ernährt, der geht davon aus, dass die heutzutage verbreitete Ernährung für den Menschen nicht artgerecht ist, denn unser Magen-Darm-Trakt soll sich nie umgestellt haben und immer noch für eine Steinzeiternährung ausgelegt sein. Die Ursache von heute allgegenwärtigen Problemen wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder gar Krebs soll durch das Auftauchen verarbeiteter Lebensmittel im Zuge des Ackerbaus und der Viehzucht erst entstanden sein. Paleoaner orientieren sich deshalb daran, was die Menschen früher als Jäger und Sammler aus der Natur erhalten und zu sich genommen haben. Folgende Lebensmittel stehen deshalb auf dem Paleo-Speiseplan:
– Gemüse und Obst
– Fleisch
– Fisch und Meeresfrüchte
– Eier
– Nüsse
– Pilze
– Honig
– Fette aus Kokosöl, Avocado-, Walnuss- oder Sesamöl

Dagegen wird vieles gestrichen, was heute eigentlich selbstverständlich ist. Dazu zählen in erster Linie Getreideprodukte wie Brot und Nudeln, aber auch Milchprodukte, Alkohol, Fertiggerichte und industriell verarbeitete Zucker.

Wie gesund ist eine Paleo-Ernährung? – Vor- und Nachteile

Zwar existieren noch keine Langzeitstudien, die zeigen, wie sich eine Paleo-Diät auf lange Sicht auswirkt, doch generell lässt sich sagen, dass eine Ernährung, die auf industriell verarbeitete Lebensmittel verzichten möchte, zu begrüßen ist, da diese aus zahlreichen Gründen ungesund sind. Dennoch bedeutet diese Ernährungsform in unserer heutigen Zeit viele Einschränkungen, die auf Dauer wahrscheinlich für Viele nur schwer einzuhalten sind. Aus Sicht von Wissenschaftlern ist dies auch gar nicht nötig, denn der Mensch hat sich doch in gewisser Weise an seine “neue” Ernährung adaptiert und Getreide- oder Milchprodukte in Maßen sind auch nicht schädlich. Hin und wieder dürfen diese Lebensmittel durchaus auf dem Speiseplan stehen und gehören auch zu einer ausgewogenen Ernährung.
Das größte Problem ist wohl schlicht und einfach im Überangebot der angebotenen Lebensmittel und einem daraus resultierenden Kalorienüberschuss zu suchen.
Wer jedoch bewusst versucht, seinen Zuckerkonsum einzuschränken, tut viel Gutes für seine Gesundheit und kann Krankheiten wie Diabetes Mellitus, Übergewicht, Bluthochdruck und auch Darmerkrankungen wie einem Colon Irritable positiv entgegenwirken.
Vorsichtig sein müssen jedoch Kinder und Menschen mit Niereninsuffizienz, für die von einer Paleo-Diät abzuraten ist.

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